Stationäre Therapie
Unser Therapiezentrum liegt ruhig und naturnah direkt am Sacrower See – ein guter Ort, um zu sich zu kommen und mit kompetenter Unterstützung innere Dynamiken zu verstehen und zu verändern. Als kleine Einrichtung mit 18 stationären Plätzen ist bei uns viel Raum für individuelle Behandlungsansätze.
Stationärer Aufenthalt
Kleine Gruppen - Große Wirkung
Als Akutkrankenhaus bieten wir Menschen mit psychischen Erkrankungen Behandlung an, bei denen die ambulante Unterstützung nicht mehr ausreichen oder Dynamiken festgefahren sind und sich Belastungen chronifizieren. Die stationäre Therapie ist nach unserem Konzept zu verstehen als ein intensiver Einstieg in eine Behandlung, die wir ambulant fortsetzen. Aufdeckende Therapie braucht einen geschützten Raum, in welchem die ganze Kraft und Zeit auf die Heilung gesetzt werden kann.
Stationäre Intensivtherapie heißt: Wir arbeiten in festen vierwöchigen Durchgängen, Sie fangen also mit den gleichen Mitpatient*innen an und schließen die Behandlung ab – mit dem gleichen therapeutischen Team. Durch diese Kontinuität kann Vertrauen in der Gruppe entstehen und ein Arbeiten an inneren Themen ermöglichen. Die Vertrautheit untereinander und die therapeutische Intensität einer gewachsenen Gemeinschaft an einem ruhigen Ort in der Natur – das ist InThera. Jede Patient*in hat ein Einzelzimmer und genügend Rückzugsorte.
InThera heißt intensives therapeutisches Arbeiten und persönlich abgestimmte Behandlungsansätze: Pro stationären Durchgang kümmern sich 12 Teammitglieder, davon 8 Therapeut*innen, um 18 vollstationäre und bis zu 2 tagesklinische Patient*innen. Ärztliche Sprechstunden und ständige Rufbereitschaft sind Teil der interdisziplinären Behandlung. Gearbeitet wird in kleinen Therapiegruppen von je 6 Patient*innen. Sie haben jede Woche bei Ihrer Bezugspsychotherapeut*in 2 Einzelsitzungen (45 Min.) und zwei Gruppentherapiesitzungen (75 Min.), dazu kommen wöchentlich 2 Sitzungen Körperpsychotherapie, 2 x Kunsttherapie, 2 x Musiktherapie, 1 x Familientherapie mit Aufstellungen und Angehörigentreffen, 1x Aufmerksamkeitstraining und eine Gruppe zur emotionalen Selbstregulation sowie die Teilnahme an der angeleiteten Kochgruppe und die tägliche Morgenbewegungseinheit.
In unserem interdisziplinären Team arbeiten verschiedenste Fachrichtungen konstruktiv zusammen: verhaltenstherapeutische und systemische Ansätze ebenso wie tiefenpsychologisch-fundierte oder analytische Herangehensweisen, Körperorientierte Verfahren wie Somatic-Experience oder Bioenergetik, EMDR fokussierte Traumaverarbeitung ergänzt durch narrative oder emotions-fokussierte Ansätze aus der Teile- und Hypnoarbeit. Musik- und Kunsttherapie aktivieren emotionales Erleben und geben dem erlebten einen Raum für neue Gestaltungsmöglichkeiten, klärungsorientierte Familienaufstellungen und Arbeit am Familien-Brett stellen die Biografiearbeit in den Mittelpunkt.
Die einmalige Lage zwischen Potsdam und Berlin, auf einem angenehm ruhigen Waldgrundstück (ca. 1 Hektar) am Sacrower Badesee, inmitten des großen Naturschutzgebietes Königswald, bietet Erholung in schönster Natur in Verbindung mit direkten Ausflugsmöglichkeiten nach Potsdam und Berlin (jeweils 30 Min. Busfahrt). Man kann sich zu Ausflügen in die Umgebung abmelden und bewegt sich selbstverantwortlich, auch mit unseren Fahrrädern. Bewegung und Natur sind wichtige Bausteine einer ganzheitlichen Heilung.



Für wen ist unsere Klinik passend
Wir helfen bei folgenden Krankheitsbildern
Depressionen werden in ihrer Entstehungsgeschichte verstanden und in abgestimmten Übungen zur Belebung und Verarbeitung emotionaler Erlebnisse in Einzeltherapie, Musik-, Kunst- und Körperpsychotherapie behandelt. Ziel ist die Selbstannahme, Halt in sich und wichtigen Beziehungen zu finden und ein individueller Neuanfang. Die psychiatrische Mitbehandlung wird meist als sehr hilfreich wahrgenommen.
Ängste werden auf zwei Ebenen behandelt, die miteinander verzahnt werden. Zum einen braucht es unsere therapeutische Ermutigung und Begleitung, nicht weiter vor dem Ängstigenden wegzulaufen. Zum anderen werden die persönlichkeitsbedingten Grundängste erforscht, weil es ansonsten nur zu Verschiebungen der Ängste kommt, nicht zu ihrer Überwindung.
Zwangsstörungen werden bei uns mit dem Blick auf die emotionale Kontrolle, die sie darstellen, verstanden und behandelt. Dabei haben sich die nonverbalen Therapien, wie intuitives Malen, Plastizieren, Musizieren, Singen und die Arbeit mit dem inneren Kind sehr bewährt. Zusätzlich verwenden wir verhaltenstherapeutische Herangehensweisen zur zunehmenden Begrenzung der Zwangshandlungen.
Traumatische Lebensereignisse sind häufig Hintergrund aktueller Krisen und psychischem Leiden. Wir unterstützen Sie bei der Bearbeitung, sowohl in der Stabilisierung als auch in der Konfrontation mit altem Traumamaterial. Die Bearbeitung erfolgt bei uns innerhalb eines vierwöchigen Aufenthalts und wird in der ambulanten Nachversorgung fortgeführt.
Essstörungen werden auf dem Hintergrund enttäuschender, verletzender oder machtvoller Beziehungskonflikte und ungestillter Bedürfnisse verstanden und behandelt. Unsere spezielle Art der stellvertretenden Familientherapie (Familienbrett/Familienskulptur/Aufstellung) gemeinsam mit realen Familiensitzungen und die körperpsychotherapeutische Arbeit an der Körperselbstwahrnehmung in Verbindung mit tiefenpsychologischen Gesprächen führt zu positiven Wandlungsprozessen.
Psychosomatische Störungsbilder werden in einem ersten Schritt in einen psychodynamischen Verständniszusammenhang mit den belastenden Lebensthemen des Patienten gebracht. Wechselwirkungen zwischen Körper und psychischem Druck werden erfahren und analysiert. Körperbewegung und Körperpsychotherapie haben neben der medizinischen Versorgung und dem symbolischen Ausdruck der Einschränkungen in den nonverbalen Therapien entscheidende Bedeutung. Das Leid des Patienten muss angenommen und verstanden werden, bevor die Symptomatik gewandelt werden kann.
Schwierige biografische Lernerfahrungen zeigen sich häufig auf der zwischenmenschlichen Ebene als dysfunktionale Interaktionsmuster, diagnostisch fassbar als sog. Persönlichkeitsstörungen oder Akzentuierungen. Wir arbeiten hier vorrangig auf der interaktionellen Ebene - eigene Muster erkennen, die dahinterliegenden Verletzungen beruhigen und mit haltgebenden und erdenden Skills lernen, die Muster im hier und jetzt zu verändern.
Kontraindikationen
Suizidgedanken gehören häufig zu schweren depressiven Episoden dazu und sind keine Kontraindikation. Wir sind aber eine offene Einrichtung, Sie müssen absprachefähig sein, sich nicht das Leben zu nehmen. Bei aufdrängenden Suizidimpulsen können wir Sie nicht aufnehmen und verweisen an die zuständige Akutpsychiatrie.
Wir sind aber keine Spezialklinik für Essstörungen – wenn diese sehr deutlich im Vordergrund steht (BMI von unter 15, tägliches bulimisches Erbrechen, notwendige tägliche Begleitung beim Essen) sind wir nicht die geeignete Behandlungseinrichtung.
Wenn sie somatischen Beschwerden im Vordergrund stehen oder Sie einen hohen pflegerischen Bedarf haben (ab Pflegestunde 3), wenden Sie sich bitte an eine psychosomatische Fachklinik.
Für die Behandlung in akuten psychotischen Zuständen ist unsere Einrichtung nicht geeignet.
Für die Behandlung von Suchterkrankungen ist unsere Einrichtung nicht geeignet.
